Der Mythos Arlberg

Berg, Pass, Gebirge?

Das Naturschauspiel am ArlbergBegrifflich ist es schwierig, sich dem Arlberg richtig zu nähern. Wer heute „Arlberg“ sagt, meint meistens das ganze Gebiet rund um Lech, Zürs, St. Christoph und St. Anton. Der Arlbergpass an sich ist die Passstraße, die in der Nähe von St. Christoph den höchsten Punkt mit 1.793m überschreitet. So gesehen ist der „Arlberg“ ein Bergmassiv mit der Valluga als höchster Erhebung mit 2.809 Metern.

Übrigens: Das westlichste Bundesland heißt deshalb Vorarlberg, weil es von den Schweizer Gebieten aus bevölkert wurde und von dort aus gesehen, die Region VOR dem Arlberg ist.

Die erste Schutzhütte

Bis zum Bau des Arlbergtunnels führte der einzige Weg über den beschwerlichen Arlbergpass. Mit einer teils halbjährigen Schneezeit forderte dieser Weg viele Opfer. Eine Tatsache, von der „Heinrich von Kempten“, dem Findelkind geschockt war, als er es mit eigenen Augen sah. Um Geld zu sammeln und verirrten Wanderern zu helfen, gründete er die Bruderschaft St. Christoph im Jahr 1386 und baute eine Schutzhütte im heutigen St. Christoph. Als Josef I alle Bruderschaften des Landes verbot, wurden die Aktivitäten der Bruderschaft St.Christoph ruhend gestellt. Allerdings erlebte sie eine Renaissance: Die neuen Besitzer des Hotels, Familie Ganahl, aktivierten die Bruderschaft wieder. Gerade beim Bau des Strassentunnels wurde Hilfe benötigt. Man setzte sich stark für die finanzielle Hilfe von Waisenkindern ein, deren Väter beim Tunnelbau starben. Die Bruderschaft ist übrigens bis zum heutigen Tag aktiv und hilft weiterhin Bedürftigen, die unverschuldet in Not geraten sind.

Der Wintersportort St. Anton am ArlbergDer Weg zum Wintersportort Nummer 1

Der erste Skiclub, die erste Skischule, die ersten Skifilme, Pionier-Arbeit bei der Entwicklung der Lift-Technik, die erste Après-Ski-Kultur, die ersten Rennen, … Seit 1900 gab es am Arlberg viele „erste Male“ und mit der Gründung des Skiclubs Arlberg 1901 begann der Aufschwung der Region als Wintersportort. Einige der wichtigsten Stationen in aller Kürze:

  • 1901: Gründung des Skiclubs Arlberg
  • 1903, 1904: Erste Wettbewerbe
  • 1921: Erste Skischule
  • 1920-1931: Mehrere Skifilme werden in den Bergen von St. Anton gedreht. Der wichtigste und erfolgreichste ist dabei der „Weiße Rausch“ von 1931 mit Leni Riefenstahl.
  • 1928: Das erste legendäre Arlberg-Kandahar-Rennen
  • 1937: Die ersten Liftanlagen werden in St. Anton und Zürs gebaut

Aber all diese Fakten sind noch lange nichts, im Vergleich zum tatsächlichen Erlebnis, das sich beim Skifahren in St. Anton am Arlberg bietet. Am besten, Sie probieren es selbst aus und kommen vorbei. Übrigens: Speis und Trank, sei es zwischen den Abfahrten oder zur Après-Ski, finden Sie in idealer Lage am BASECAMP, direkt bei der Galzigbahn und Gampenbahn. Schauen Sie vorbei!

The following two tabs change content below.
Johanna Moosbrugger-Lettner

Johanna Moosbrugger-Lettner

Johanna Moosbrugger-Lettner

Neueste Artikel von Johanna Moosbrugger-Lettner (alle ansehen)